Der Ausdruck “Permission Marketing” bezeichnet eine vom Kunden gewollte Kontaktaufnahme durch einen Unternehmer. Der Empfänger willigt hier explizit auf das Erhalten von Marketingmaterial ein. Eine mittlerweile sehr bekannte Form des Permission based Marketing ist der Newsletter per eMail: durch diesen wird der potenzielle Kunde in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen vom Unternehmer per eMail über neue Produkte oder Dienstleistungen informiert.
Dieser hat dadurch den direkten Vorteil, dass seine Werbung nur Menschen erreicht, welche eine Kontaktaufnahme ausdrücklich wünschen. Diese ist – anders als beispielsweise bei Zeitschriften oder der Fernsehwerbung – nicht allgemein, sondern personalisiert verfasst und erhöht dadurch die Chancen auf eine Kaufentscheidung beim Empfänger.
Der Begriff Permission based Marketing besagt aber auch, dass der Empfänger des Marketingmaterials das Einverständnis dazu ohne größere Umstände zurücknehmen kann und danach auch nicht mehr unerlaubt vom Unternehmer kontaktiert werden darf, da diesem sonst rechtliche Konsequenzen drohen. Hierbei hat das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) aus dem Jahre 2004 erreicht, dass im Gegensatz zu vorher in Deutschland deutlich weniger unerwünschte eMail Werbung versandt wird.
Immer öfter müssen die Absender von Marketingmaterialien allerdings feststellen, dass sich die Umsätze durch deren Verteilung nicht zwangsläufig erhöhen. Ein Grund für dieses Phänoment ist häufig die Teilnahme an beispielsweisen Gewinnspielen, bei welchen oft auch die Zustimmung zu einem eMail Newsletter erfolgt. Dieser wird dann vom Empfänger in Kauf genommen, allerdings letztlich nicht unbedingt gelesen.
Permission based Marketing gehört heutzutage zum Guten Ton seriöser Unternehmer. Bleibt zu hoffen, dass dies in Zukunft dazu führt, dass Werbung wieder häufiger von den Empfängern gelesen wird und nicht gleich im virtuellen Papierkorb landet.