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Nicht schlecht gestaunt hatte ich vor kurzem, als ich in der WordPress Installtion Checklist entdeckte, dass WordPress jetzt ein Memory Limit von 256 MB braucht. Bis vor kurzem war das diesbezügliche Limit, das WordPress angegeben hatte bei 32 MB gelegen. Mit der WordPress 3.0 Version wurde das Limit scheinbar von 32 MB auf 256 MB angehoben. *wow* fällt mir dazu nur ein. Wer hat schon 256 MB Memory Limit, sofern er nicht auf einem eigenen Server oder einem VServer seinen Blog betreibt? Welcher Hoster versorgt die Kunden in seinen Webpaketen mit 256 MB Memory Limit? Momentan wahrscheinlich kaum einer.
WordPress ab Version 3 wird man mit ein paar Plugins zusammen auf einem Server mit einem Memory Limit mit 32 MB wohl kaum mehr zum Laufen bringen. Auf einem 64 MB Memory Limit Server dürfte es noch problemlos gehen, auch Plugins können zum Einsatz kommen. Soweit meine Erfahrung.
Jemand der WordPress mit einem Momory Limit das kleiner als 256 MB und größer als 32 MB ist betreibt, wird kaum etwas von den Problemen merken, die das zu geringe Memory Limit mit sich bringt. Ich habe es vor einiger Zeit bemerkt, als ich mit der wp-cron das Memory Limit gesprengt hatte. Die Auswirkung war, wass keine Pingbacks, Trackbacks und Pings mehr versendet wurden von meinem WordPress Blog. Die diesbezügliche exhausted memory Fehlermeldung wird im Normalfall aber nicht angezeigt, der Blogbetreiber kriegt sie also gar nicht zu Gesicht.
So ist meine Vermutung, dass alle, die WordPress auf einem Server betreiben, der ein kleineres Memory Limit als 256 MB aufweist, Probleme mit dem Versenden von Trackbacks und Pingbacks haben.
Dass dies nicht gerade wenige sind, zeigt auch mein eingehendes Log für Trackbacks, in dem ich sehr viele leere Trackbacks, also Trackbacks ohne Inhalt sehe. Das lässt jeweils auf einen Versuch eines WordPress Blogs schließen, einen Trackback an mich zu senden, doch dies mangels Memory nicht richtig durchführen kann. Ganz zu schweigen von den Trackbacks, die gar nicht erst rausgehen, weil sie im Script erst nach dem Abbruch kommen.
Weiter lässt das die Vermutung zu, dass die bekannte WordPress Trackback Problematik nichts mit WordPress selbst zu tun hat, sondern ganz einfach am Memory Limit des Servers liegt. Wie auch schon in Saschas Artikel Neue Mindestanforderungen für WordPress Version 3.2 besprochen, liegt unser Problem nicht erst in der Zukunft und auch weniger in den eingesetzten PHP und MySQL Versionen, die zum Großteil eh schon Standard sind, sondern das Problem ist genauso brandaktuell wie auch bereits seit Monaten vorhanden und liegt im Momory Limit.
Und nu?
Da stehen wir da mit unserem gewaschenen Hals, denn die meisten, die ihren WordPress Blog bei einem Hoster in einem Webhosting Paket betreiben, verfügen nicht über ein Memory Limit von 256 MB. Auffallen wird es auch den wenigsten, es gibt ja keine Fehlermeldung. Und wer weiß, was außer den im Cronjob ablaufenden Trackbacks und Pingbacks noch alles eine höheres Memory Limit braucht und keine Fehlermeldung ausgibt?
Was also tun?
Den Hoster um Erhöhung auf 256 MB bitten? Ich glaube kaum einer wird da so einfach mit spielen. Schließlich lastet ein solch hohes Memory Limit die Server wesentlich schneller aus. Bei all-inkl.com funktioniert das übrigens mittlerweile mit dem Memory Limit von 256 MB. Wie Ihr das bei diesem Hoster höher setzen könnt, erfahrt Ihr am Ende dieses Artikels.
Ein Umdenken muss her
Die Problematik ist so still und leise eingekehrt, dass kaum einer von ihr Notiz nimmt. Wo kein Fehler angezeigt wird, wird auch keiner vermutet und *pfeiff drauf* das wird sich schon irgendwie von selbst regeln. Genau das ist der Punkt, ein Umdenken muss her, nicht nur in unseren Köpfen, sondern auch in den Köpfen der WordPress Entwickler sowie der Hoster.
Ich denke es ist an der Zeit, dass wir laut und gewaltig auf den Tisch hauen
Wie auch immer das Resultat dann aussehen mag, schlussendlich sind nur wir Blogger es, die das Memory Limit Problem am eigenen Leib erfahren (und meist noch nicht mal bemerken).
Wenn wir die Hoster zu größeren Webpaketen “überreden” könnten, dann wird das unterm Strich unser Geld kosten, denn diese werden zwar vereinzelt mit den WordPress Anforderungen gehen, uns aber auch zur Kasse bitten, denn schließlich kommen dadurch auch auf sie höhere Kosten zu.
WordPress Light?
So wäre zum Beispiel auch WordPress in einer abgespeckten Light Version denkbar, die mit den unterschiedlichsten Plugins individuell aufgerüstet werden kann. Vieles von dem was WordPress bietet wird oft gar nicht genutzt oder gebraucht, ist aber dennoch da und frisst Speicher, Memory und Performance. Immer mehr wird in WordPress reingepackt, die Anforderungen werden immer höher und ich glaube es ist mittlerweile ein Punkt erreicht – still und heimlich – wo es einfach reicht…
An dieser Stelle möchte ich noch kurz auf die Beschreibung von Stefan hinweisen, wie man selbst in seinem Blog herausfinden kann, ob das eigene Memory Limit für die Trackbacks und Pingbacks Cronjobs ausreicht.
Für alle, die Ihren WordPress Blog beim Hoster all-inkl.com betreiben, gibt es bei Stefan in seinem Artikel PHP-Speicherlimit – Problem bei all-inkl.com lösen eine sehr schöne Beschreibung wie sowohl das PHP Memory Limit des Servers, als auch das Memory Limit von WordPress selbst erhöht werden kann.
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