Wer Affiliate Links benutzt wird sich schon hin und wieder mal mit dem Link Cloaking, also dem Maskieren von Affiliate Links beschäftigt haben. Dabei werden Affiliate Links auf der eigenen Seite als interne Links ausgegeben, erst wenn der User drauf klickt, wird er auf die Affiliate Webseite weitergeleitet.
Link Cloaking könnte man auf Deutsch auch mit dem Begriff „unsichtbar machen“ übersetzen. Aber so ganz trifft dies nicht den Sinn dessen, was beim Maskieren von Affiliate Links gemacht wird. Denn die Affiliate Links sind ja weiterhin da, sie sind auch sichtbar, sie werden nur den Besuchern als eigene, also interne Links gezeigt.
Erst später, wenn der Besucher auf diesen Link klickt, folgt eine 301 Weiterleitung auf den eigentlichen Affiliate Link. Das Maskieren von Affiliate Links hat mehrere Vorteile. Zum einen werden Affiliate Links von einigen Besuchern gut erkannt und gar nicht erst geklickt. Ein maskierter Affiliate Link hingegen wird, wenn man den Angaben diverser Webmaster Glauben schenken kann, wesentlich häufiger von den Besucher geklickt.
Da ich für eines meiner Projekte häufig Affiliate Links einsetze, war ich auf vor einiger Zeit auf der Suche nach einem Plugin oder Tool, das meine Affiliate Links maskieren kann. An dieser Stelle geht mein Dank vor allem an Francis vom collis.de Webworker Blog, der mir immer wieder mit Rat und Tat zur Seite steht. Ich habe so einiges an WordPress Plugins ausprobiert und war am Ende schon fast so weit, das Affiliate Links Maskieren manuell umzusetzen. Irgendwie wollte nichts so wirklich funktionieren, wie ich mir das vorstellte.
Letztendlich habe ich mich dann für ein allgemeines Tool entschieden, vor allem auch, weil es eine schöne kleine Klickstatistik bietet und ich so auch für mich auswerten und unterscheiden kann, ob zum Beispiel Bannerlinks weitaus häufiger oder weniger geklickt werden, oder Textlinks in diesen Bereichen die Nase vorne haben.
kostenloses Tool LinkMask zum Affiliate Links maskieren
In meinem Projekt kommt das Tool LinkMask, welches von netgestalter.de entwickelt und kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Es ist kein WordPress Plugin, aber ich denke das ist auch nicht notwendig. Wichtig ist, dass es funktioniert und zum Beispiel nicht, wie es bei dem ein oder anderen WordPress Plugin bei mir der Fall war, im Artikel Bearbeiten Modus beim Wechseln von der HTML in die visuelle Ansicht, die gesamten Links komplett zerschießt, so dass kein einziger am Ende mehr funktioniert. Mittlerweile habe ich LinkMask seit über 2 Jahren im Einsatz und hatte noch nie Probleme damit.
Dieses Tool eignet sich hervorragend zum maskieren der Affiliate Links und es gibt auch die Möglichkeit, die Links unterschiedlichen Kategorien zuzuordnen. Weiter gibt es zum jeweiligen Link auch die Anzahl der Klicks aus, so dass die einzelnen Links auch ausgewertet werden können.

LinkMask: Sehr einfache Handhabung
Die einfache Handhabung von LinkMask überzeugt. Bereits erstellte Links können ganz einfach bearbeitet, verändert bzw. auch gelöscht werden. Auch das Link erstellen ist mit ein paar Schritten durchgeführt. Einfach auf Link hinzufügen klicken, dem Link einen Namen geben, eine Kategorie auswählen, den Affiliate Link einfügen und auf den Button Link hinzufügen klicken. Schon ist der maskierte Link erstellt, wird angezeigt werden und kann ganz einfach rauskopiert und am gewünschten Einsatzort eingesetzt werden.

Link Cloaking finde ich persönlich nur notwendig, wenn Projekte mit vielen Affiliate Links versehen sind. Wer nur hin und wieder mal einen Affiliate Link verwendet, braucht in meinen Augen diese Links nicht zu maskieren. Zumindest handhabe ich es in meinen Projekten auf diese Weise.







Nabend, hattest du auch Pretty Links Lite angetestet, oder hast du dir damit deine Links zerschossen?
Bei mir ist das Plugin schon länger ohne Probleme im Einsatz und die URLs sind auch etwas hübscher anzusehen (z.b. domain.de/produkt)
Gruß und schöne Feiertage
@Jonas: Ich weiß jetzt nicht mehr genau wie sie alle hießen. Ich meine zumindest alle kostenlosten aus dem WordPress Plugin Directory (ist ja schon eine Weile her) damals getestet zu haben. Ich war am verzweifeln, denn irgendeine Macke gab es bei jedem. Das schlimmste war das, das sämtliche Links zerschoss beim nachträglichen Hin- und Herwechseln zwischen HTML und visuellen Editor.
Domain.de/produkt klingt in jedem Fall schon mal gut. Ist das ein kostenpflichtiges oder ein kostenloses Plugin, welches Du meinst?
Mittlerweile bin ich an einem Punkt, wo ich sage: für Projekte mit vielen Affiliate Links nutze ich Link Mask, bei Projekten mit hin und wieder einem bzw. wenigen Affiliate Links nutze ich gar keine Maskierung oder maskiere manuell über die htaccess.
Mir erschließt sich der Sinn solcher Dienste, aber ich finde es dennoch schade, dass es sie überhaupt geben muss. Wenn ich irgendwo einen Affiliate-Link sehe und das verknüpfte Produkt für mich von Interesse ist, wo liegt dann das Problem, den Link zu nutzen? Auf die Weise würde mein Bedürfnis befriedigt und gleichzeitig konnte ich dem Blogger, dessen Link ich angeklickt habe, etwas Gutes tun – ohne dafür mehr bezahlt zu haben, schließlich bekomme ich dessen Prozente ja nicht zusätzlich “aufgebrummt”.
Da zeigt sich dann wieder die hässliche Angewohnheit mancher Menschen, anderen entweder nichts zu gönnen oder einen Link als entwertet anzusehen, wenn dieser offensichtlich (auch) der Bereicherung des Bloggers dient.
Von daher gesehen finde ich es schade, dass es solche Dienste, wie du ihn hier vorstellst, überhaupt geben muss. Leider ist es aber so. Insofern ist es dann natürlich wieder schön, dass du solche Dienste hier vorstellst, damit jeder eine Möglichkeit hat, sie kennenzulernen und bedienen zu können.
@Sascha: Ja, es ist wirklich schade, aber manche Menschen ticken schon echt komisch. Und leider sind das noch nicht mal wenige…
Kannst Du Dir vorstellen, wie mir jedes Mal der Hut hochgeht, wenn mir jemand erzählt, dass er/sie sobald er einen Artikel über ein Produkt liest, ein zweites Fenster öffnet, den entsprechenden Anbieter manuell eintippt und nach diesem Produkt sucht?
@Tanja Ich nutze die kostenlose Version von Pretty Links Lite …Pretty Links gibt es aber auch als Pro Version mit “echtem” Cloaking und anderen Features http://wordpress.org/extend/plugins/pretty-link/
@Tanja
Ja, das kann ich mir vorstellen. Das muss man sich mal wirklich bewusst machen: da nimmt jemand die unbequeme Mühe auf sich, ein separates Browserfenster oder gar einen anderen Browser zu öffnen, dort einen Anbieter manuell einzutippen und dann noch manuell nach dem dort gesuchten Produkt Ausschau zu halten, anstatt einfach den Link anzuklicken, obwohl ihn der Link-Klick kein(!) zusätzliches Geld kosten würde, sondern nur der Linkgeber eine kleine Provision gezahlt bekäme.
Wie gesagt, das will mir einfach nicht einleuchten. Wenn man als Käufer selbst mehr zahlen müsste, könnte ich es ja noch verstehen, aber das ist ja gerade nicht der Fall. Weder spart man durch ein solches Verhalten Zeit, noch Geld. Eigentlich ein völlig verrücktes Verhalten, dass sich traurigerweise nur damit sinnvoll erklären lässt, dass der andere dem jeweiligen Blogger die Einnahmen nicht gönnt, selbst wenn es ihn selbst nichts kostet… und er womöglich sogar vom Hinweis des Bloggers erst profitiert, da ihm das Angebot sonst gar nicht aufgefallen wäre.
@Jonas: Danke, werde ich mal ausprobieren, wenn es mal wieder an ein neues Projekt mit Affiliate Links geht
@Sascha: Der Neid ist leider ein weit verbreitetes Phänomen… anders kann man solches Verhalten nicht mehr erklären