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Trackbacks und Pingbacks sind in meinen Augen das Herzstück unserer Blogs. Während viele Blogger wesentlich mehr Augenmerk auf die Kommentare legen und ihre Kommentatoren mit allen erdenklichen Features unterstützen, geht mein Hauptaugenmerk auf die so genannten Pings, also die Pingbacks und Trackbacks. Nicht dass ich Kommentare nicht mag, ich halte auch sie für wichtig und liebe die Unterhaltung mit meinen Kommentatoren.
Doch finde ich, dass generell den Pings wesentlich mehr Aufmerksamkeit gezollt werden sollte. Beschweren wir uns doch immer wieder gerne, dass so wenig verlinkt wird. Wird es dann aber getan, behandeln wir die entsprechenden Pingbacks und Trackbacks wie böse Stiefkinder in unseren Blogs. So werden sie z.B. oft ganz ans Ende der Seite gepackt (Hauptsache weit weg aus dem Blickfeld unserer Leser und der Suchmaschinen), sind mit dem nofollow Tag versehen und im schlimmsten Falle werden sie oft auch gleich gar nicht freigeschaltet (pfui, da hat mich jemand verlinkt und der will auch noch von mir, dass ich das zurücklinke … bäh, weg damit).
Ich persönlich bin ja nicht mehr so der große Fan von dofollow für die Kommentare, da solche in meinen Augen aus SEO Sicht keinen wirklichen Nutzen haben. Abgesehen davon zieht der dofollow Kommentarbereich so richtig viele manuelle Spammer an, wie ich es in den letzten Jahren leidvoll erleben durfte. dofollow für die Kommentare gibt es aus diesen Gründen in meinen neueren Portalen nicht mehr. Ich möchte Kommentatoren, die sich ehrlich gerne mit mir unterhalten und nicht nur wegen eines dofollow Links kommentieren. Ein Plugin und ein Haufen Ärger gespart.
Ist kein dofollow Plugin installiert, sind aber auch die Trackbacks und Pingbacks mit dem nofollow Attribut versehen. Und genau an dieser Stelle habe ich nun manuell eingegriffen und alle Pings mit einer kleinen Funktion in der functions.php auf dofollow umgestellt. Damit unterstütze ich alle, die mich verlinken mit einem schönen dofollow Link und ermögliche so, im Gegensatz zum nofollow, die Vererbung von PageRank und das Heranziehen des Linktextes zum Ranking des jeweiligen Artikels. Offiziell sind dies die zwei Hauptunterschiede zwischen dofollow und nofollow.
Und mal ganz ehrlich: das macht auch aus SEO Sicht richtig Sinn. Die Artikel sind es, die ranken sollen und das mit den Keywords, die die Autoren für sie gewählt haben. Diese Keywords stehen in der Regel im Titel des Artikels und dieser kommt als Linktext (Name) mit den Pings bei mir an.
Zur Unterstützung des Rankings der jeweiligen Artikel kommt noch der mittlerweile immer wichtigere Punkt der Deeplinks. Eine gesunde Backlinkstruktur hat auch viele Deeplinks, die Verlinkung geht ergo nicht hauptsächlich auf die Startseite der Domain, sondern auf deren Inhalte, also die Artikel. Wenn stattdessen zu viele Backlinks auf die Startseite verweisen, womöglich noch mit immer dem gleichen Linktext (Namen), kann sich das in den Suchmaschinen auch nachteilig auswirken. Und für die Startseiten wird linktechnisch auf sehr vielen Blogs schon sehr viel getan. Da macht es nur noch mehr Sinn, stattdessen das Hauptaugenmerk auf die Trackbacks und Pingbacks zu legen, um hier einen Ausgleich zu schaffen.
Und genau das ist es, was ich unterstützen möchte. Und ich würde mir wünschen, dass noch viel mehr Blogger etwas umdenken und die WordPress Pings in ihren Blog nicht wie böse Stiefkinder behandeln.
Wer kein dofollow Plugin in seinem WordPress Blog installiert hat, kann dofollow für seine Trackbacks und Pingbacks ganz einfach mittels einer kleinen Funktion in der functions.php seines Themes realisieren. Mittels der folgenden Funktion wird nur bei allen Pings (Trackbacks und Pingbacks) das nofollow Attribut entfernt, die Kommentare bleiben hingegen unangetastet:
//Dofollow nur für Trackbacks und Pingbacks
function strip_nofollow($ret) {
global $wpdb, $comment;
$cmntURL = $comment->comment_author_url;
if ($comment->comment_type == "pingback" || $comment->comment_type == "trackback") {
$ret = str_replace("rel='external nofollow'","rel='external'", $ret);
return $ret;
} else {
return $ret;
}
}
add_filter('get_comment_author_link', 'strip_nofollow');
Weiter habe ich noch die gesamten Pings von den Kommentaren getrennt und zeige sie im Kommentarbereich über den Kommentaren an. Also erst die Pingbacks und Trackbacks und danach die Kommentare. Dieser Eingriff in das Theme ist nicht ganz so einfach und da es auch unterschiedliche Theme Funktionen für die comments.php gibt, möchte in an dieser Stelle nur auf den ausführlichen Artikel von Elmastudio Kommentare von Pingbacks und Trackbacks trennen verweisen. Dieser ist für alle Themes, die mit der WordPress Funktion wp_list_comments arbeiten, eine hervorragend Anlaufsstelle.

Ich nenne das Ganze Pingbacks, da ich Trackbacks eigentlich nicht freischalte, wenn sie keinen Link zu mir beinhalten. Fälschlicherweise meinen die meisten mit dem Wort Trackbacks die Pingbacks, so dass ich an dieser Stelle noch auf meinen Artikel Trackbacks und Pingbacks – der Unterschied verweisen möchte.
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