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Dofollow in Blog Kommentaren ist eigentlich schwachsinnig, oder?

dofollow Blog Kommentare

Seit einiger Zeit beschäftigt mich die Anchor-Text Penalty in Bezug auf Blogs und deren Kommentare. In der diesbezüglichen Diskussion hat Uwe Ramminger von seo4wp.de eine interessante Vermutung geäußert, die dahin ging, dass Google Kommentarlinks bzw. die Links aus den Namensfeldern der Kommentare auch komplett entwertet haben könnte. Recht hohen Wert hatten sie ja noch nie, da man sie zu einfach selbst setzen kann. Statt einer Penalty könnte nun auch eine Entwertung vorgenommen worden sein. Interessante Idee… Nur ist mir aber heute etwas aufgefallen, was dies widerlegt.

Ranking mit einem Kommentar-Namen aus 12 Kommentaren

So bin ich heute mal kurz meine Backlinks über backlinktest.com durchgegangen und dabei fielen mir ein paar Linktexte ins Auge, die ich im Sommer übergangsweise für ein paar Kommentare verwendete. Kurz mal nach dem Ranking dazu gekuckt und was sehen meine Augen? Meine Startseite linkt bei diesem Namen auf Platz 10, wobei dieses Wort in keiner Weise auf meiner Seite vorkommt. Dieser Name ist auch kein Name im herkömmlichen Sinn, auch kein Keyword, sondern eher ein Pseudonym, oder auch Nickname. Ups…

Eine komplette Entwertung von Links aus Kommentaren kann ich mit diesem Ergebnis also ausschließen. Links aus den Namensfeldern von Kommentaren zählen auch weiterhin und Ranking wird, in alter Google Manier, auch erreicht, wenn diese auf dofollow stehen.

Nun waren dies zwar etwas mehr als 12 Kommentare (bei ein paar Blogs gab es mehr als einen Kommentar im entsprechenden Artikel), aber immerhin von 12 verschiedenen Domains, ein paar auf nofollow, die anderne nicht. Nicht wirklich viel, vor allem im Hinblick darauf, dass Google Links aus Blog Kommentaren nur gering wertet. Okay, bei einem Money Key würde das anders aussehen, und dann wären wir wohl auch schnell in einer Anchortext Penalty, aber dennoch es geht. Was mich jetzt aber alles andere als in Begeisterungsstürme ausbrechen lässt.

Blog Kommentare auf dofollow – eigentlich schwachsinnig?

Denn wenn ich das Ganze etwas weiter überdenke und dann den doch immer wieder auftretenden Hype der dofollow Kommentare berücksichtige, dann kann man doch eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass ein solches eher schwachsinnig ist. Und das vor allem aus dem sich daraus ergebenden Ranking-Grund: Wer braucht schon ein Ranking mit seinem Namen (z.B. Heinz, Peter oder Sabine)?

Bei Pseudonymen mag es vielleicht wieder anders aussehen und wenn nun die Mehrzahl der Blogs als Name den Brand bzw. den Domainnamen zulassen würden, dann stünde das wohl auch wieder auf einem anderen Papier. Mit OfficeTrend oder officetrend.de würde ich z.B. immer mal wieder meine URL in Kommentaren angeben. Bei meinem Namen Tanja verzichte ich aber gerne gänzlich darauf.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf den Artikel von seo-united.de verweisen: Anchortexte – Wie macht man es denn nun wirklich? Wer sich ansiehst, wie eine ordentliche Verlinkung wirklich aussieht, kann doch eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass die aktuell vorherrschende Verlinkung via Blog Kommentaren, die sich zusätzlich stolz „dofollow“ auf die Fahne schreiben, doch nur schwachsinnig sein kann. Brand, Money und Compound = Fehlanzeige. Stattdessen zu 100% Sonstige.

Wenn ich aus einem Bereich wie den Blog Kommentaren schon „dofollow“ rauslinke, dann sollte ich auch etwas anderes als ausschließlich nur „Sonstige“ zulassen. Für eine solche Verlinkung ist die Standardeinstellung „nofollow“ wesentlich besser geeignet. Diese sorgt wenigstens nicht für ein diesbezügliches Ranking und dürfte – falls es sie in dem Bereich der Blog Kommentare überhaupt gibt – wesentlich langsamer zu einer Anchortext Penalty führen.

Oder sehe ich das Ganze etwas zu engstirnig? Was meint Ihr dazu?

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